Zu jeder guten Strategie gehört auch ein Handelsplan

Ich handel fast ausschließlich mit DAX-CFD Werten. Bei meinem Broker heißt dieser Wert DAX30.

Zu welchen Uhrzeiten handel ich?

Die meisten hier getesteten Trading Strategien, werden Intraday gehandelt, also noch am selben Tag wieder geschlossen.
Über Nacht werden keine Positionen gehalten. Vorzugsweise handel ich zwischen den offiziellen Handelszeiten: Mo-Fr in der Zeit von 09 – 18.00 Uhr, in dieser Zeit ist oft die meiste Volatilität zu verzeichnen. Was dann eher und öfter kurzfristige Trends entstehen lassen kann und somit mehr Trade-Möglichkeiten bietet.

In welchen Zeiteinheiten wird gehandelt?

Ich bin sehr kurzfristig angelegt, früher fast nur im 1 – 5 Min Zeitfenster. Mittlerweile habe ich mich aber auch mit dem 15 Min Zeitfenster angefreundet, da es dann einfach ruhigere Bewegungen gibt.
Es zieht mich aber immer wieder ins 1 Min Zeitfenster, da sich über den Tag verteilt viele potenzielle Einstiegssignale und somit Tradingchancen bilden. Prozentual gesehen gibt es in den kurzen Zeiteinheiten eine höhere Wahrscheinlichkeit von Fehltrades, daher nutze ich die Indikatoren zum Filtern möglicher Fehlsignale. Wichtig ist, immer den vorherrschenden Trend im Auge zu behalten. Trades in Trendrichtung sind in der Regel erfolgversprechender als Trades gegen den Trend, wenn man das verinnerlicht ist man schon ein gutes Stück dem Geheimnis von erfolgreichen Händlern näher.

Je höher nun die Zeiteinheiten gewählt werden, umso zuverlässiger sind die einzelnen Signale zu interpretieren. Bin ich im 15 Min Zeitfenster unterwegs, bekomme ich zwar weniger Einstiegssignale, dafür aber auch weniger falsche da der Kurs nicht so schnell „springt″.

Was ist mit Wirtschaftsnachrichten oder News?

Da die Strategien in kurzfristigen Zeitfenstern angewendet werden und immer einen knappen Stop-Loss benutzen sind News oder Wirtschaftsnachrichten nicht von großer Bedeutung. Was ich beachte, sind die Handelszeiten zur vollen Stunde oder wenn andere Märkte dazu kommen wie z. B. die Amis gegen 14.30 Uhr. Zur vollen Stunde sind grundsätzlich immer etwas mehr Bewegungen zu verzeichnen, also um 9,10,11 Uhr usw. Zu diesen Zeiten kann die bisher vorherrschende Trendrichtung (kurzfristig) gebrochen werden, hier sollten die Stops sehr eng am Kurs liegen oder man lässt das Handeln zu diesen Zeiten.

Wie werden Positionen eröffnet und geschlossen?

Das eröffnen der Positionen nehme ich manuell vor, genauso das Schließen.

Die Ein und Ausstiegssignale werden dabei von den Indikatoren vorgegeben.
Bei den Ausstiegssignalen geschieht das Schließen der Positionen aber meistens nach eigenem Ermessen oder nach Erreichen des Stop-Loss (Verlustbegrenzung). Ein Take Profit (Gewinnziel) wird nur eingerichtet, wenn abzusehen ist, dass ich am Kursverlauf nicht aktiv teilnehmen kann.
(Ich bekommen einen Anruf, jemand klingelt an der Tür etc.)

Der Stop-Loss wird dabei immer gesetzt und ist sehr wichtig, da er mir als Absicherung dient. Sollte ich z.b. dringend vom Rechner weg (Kind tut sich irgendwo weh, Waschmaschinenschlauch platzt oder mein Internetanbieter nimmt eine Auszeit etc.) egal was passiert, der Stop Loss sorgt dafür das ich nicht so viel Verlust mache.

Merke ich, das ich mich mit meiner Analyse vertan habe und es läuft gegen mich, dann gehe ich aus dem Markt, es bringt dann nichts zu hoffen, lieber gleich raus als zu warten bis der Stop-Loss greift, so verringere ich größere Verluste.

Hoffnung hat an der Börse nichts verloren!

Mein Risikomanagement

Wie eben beschrieben sichere ich mich grundsätzlich durch einen Stop-Loss ab, damit im Falle eines Ausfalls etc. meine Order nicht sonst wo hinläuft.

Das eigentliche Risikomanagement nehme ich manuell vor und das je nach Situation.
Was nur absolute Priorität hat, Verluste, wenn sie kommen konsequent und unbedingt zu begrenzen.

Nun ist es nicht so, das man in den Markt geht und sofort ist man im Plus, aufgrund des Spreads ist es immer so, das man im Verlust startet.
Das liegt daran, dass man durch den Spread in der Höhe des Spreads vom aktuellen Kurs einsteigt.
Als Beispiel beim DAX30 CFD, ich gehe Short mit einem Kontrakt der Markt bewegt sich in dem Moment weder nach unten wie erhofft oder nach oben. Also müsste ich beim Einstieg Null haben, da ich aber 1 Punkt Spread (wie eine Gebühr zu verstehen) habe beginne ich bei Minus einem EUR, wenn der Kurs nun einen Punkt in meine Richtung läuft, bin ich erst bei null angekommen, den gewonnenen Punktgewinn erhält der Broker damit verdient er u. a. sein Geld. Erst ab dem Punkt kommt man selber in die Gewinnzone, je höher nun der Spread, desto weiter muss der Kurs laufen, bevor man selber in die Gewinnzone kommt.

Bitte vorher schauen wie hoch der Spread ist ! Bei meinem Broker, liegt der Spread derzeit beim DAX30 Minikontrakt bei 1 Punkt.

Daher ist der anfängliche angezeigte Verlust normal.
Wann kommen wir nun in die Verlustzone, wo Konsequenz entscheidend ist? Das ist der Bereich, wo der Kurs eindeutig den analysierten Verlauf verlässt. Als Beispiel nehmen wir hier den MACD Indikator dieser hat eine Signallinie, wenn z.b. Die obere Linie von oben die untere Linie nach unten durchbricht, könnte es eine gute Chance für einen Short Trade geben. Die Position halte ich jetzt entweder solange ich meine genug Gewinn zu haben oder eben solange die obere Linie nicht von der unteren durchbrochen wird. Sobald aber die obere Linie von unten durchbrochen wird, muss konsequent die Position glatt gestellt werden, egal was ist und was der Markt danach macht. Nur so kann ich schlimmeres verhindern.
Natürlich könnte der Markt jetzt doch noch umdrehen und das macht er jetzt schon die letzten 10 Trades so, egal, absolut egal. Irgendwann schießt er doch mal in die falsche Richtung, wer dann nicht im Markt ist, kann sich freuen.

Die nächste Chance wartet bestimmt schon auf mich.

Als weiteren Punkt gehört zum Risikomanagement wie viel ich maximal riskiere pro Trade.

Ein kleines Rechenbeispiel angenommen ich habe 10.000 Euro Tradingkapital.

Pro Trade riskiere ich maximal 1-2% meines Tradingkapitals, bei 10.000 EUR sind das 100-200 EUR die ich riskiere.
Hier ist die Kontraktgröße und der Stop-Loss Abstand entscheidend.
Mit dem 10.000 EUR Konto trade ich mit maximal 5 Kontrakten, der anfängliche Stop-Loss liegt dabei meist bei 20 Punkten, somit riskiere ich in solch einem Trade 100 EUR, was 1 % des Tradingkapitals ausmacht.

Ziele im Trading sind wichtig